| Wohlbrück
Wilhelm August Die rote Nase
Setzt Euch zu mir um's Faß herum
Mit hochgefülltem Glase;
Mir ziemt wohl das Präsidium,
Das zeigt die rote Nase.
Glaubt, solche Nase ist was wert,
Man muß sie teuer zahlen,
Wem solche Nase zugehört,
Der darf damit schon prahlen.
Man braucht, so wahr ich ehrlich bin,
Dazu viel Tausend Trauben,
Ein ganzer Weinberg steckt darin,
Man sollt' es gar nicht glauben!
Drum prangt sie auch so wunderschön,
Ein Meteor im Dunkel,
Man glaubt Rubin, Smaragd zu sehn,
Brillanten und Karfunkel.
Wir brauchen, gehen wir nach Haus,
Nicht Mondenlicht noch Sterne;
Die rote Nase zieht voraus
Und dient uns zur Laterne.
Wie ängstlich schaut der Wirt herein,
Das Prachtstück macht ihm Sorgen;
Denn ach! die Nase ist nicht mein,
Der Wirt mußt' sie mir borgen!
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