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Kämpchen
Heinrich
Bergmannslos
"Mir
kann kein Arzt mehr helfen
Mit Kraut und Elixier,
Erloschen ist die Flamme
Der Lebenskraft in mir.
Nur drunten in der Asche
Glimmt noch ein Fünkchen matt
Mag dieses auch erlöschen,
Ich bin des Elends satt."
Der kranke Bergmann spricht es,
Und atmet kurz und schwer
Er weiß, die Heilversuche,
Sie nützen ihm nichts mehr.
Zu stark sind Brust und Lunge
Mit Kohlenstaub versetzt,
Zu arg die innern Schäden,
Von denen er verletzt.
Er hat zu viel im Engen
Gekrümmt sich und gebückt,
Bis ihm von allem Kriechen
Der ganze Leib zerdrückt.
Mit sechzehn Jahren stieg er
Als Knappe in den Schacht,
Nun, nach kaum zwanzig Jahren,
Steigt er zur Grabesnacht.
Ihr singt vom Bergmannsleben
Und seiner Poesie
Hier ist die nackte Prosa,
Die wahre Melodie.
So ist des Bergmanns Sterben,
So ist sein Lebenslauf;
Ihr, mit erlog'nem Flitter,
Putzt nur das Elend auf.
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